Kultur- und Sportwoche in Holland

Eine Woche voller Wind, Wellen und Volleyball

Am Freitag, den 26. Juni 2026, klingelte für uns (5a & 5b) der Wecker besonders früh. Bereits um 5:30 Uhr starteten wir vom Parkplatz West mit dem Bus Richtung Holland. Nach einer langen Fahrt erreichten wir gegen 18:00 Uhr unsere Jugendherberge in Noordwijk.

Natürlich zog es uns sofort an den Strand. Voller Vorfreude liefen wir ans Meer – und wurden dort von einer eher glibberigen Überraschung empfangen: Quallen. Sie lagen überall am Strand und trieben zu Hunderten im Wasser. Das konnte uns allerdings nicht aufhalten. Während einige mutig ins Meer sprangen und wenig später mit mehr oder weniger schmerzhaften Quallenstichen zurückkehrten, spielten die anderen stundenlang Volleyball. Dieses Spiel wurde übrigens zum inoffiziellen Sport der gesamten Woche. Unsere Lehrer hatten anscheinend großen Respekt vor unseren Volleyballkünsten – jedenfalls kam es bis zum Ende der Reise zu keinem einzigen Match gegen sie.

Am zweiten Tag besuchten wir Delft und machten eine Grachtenrundfahrt. Am Abend ging es – wie könnte es auch anders sein – wieder an den Strand. Diesmal wurde neben Volleyball auch fleißig fotografiert, denn der Sonnenuntergang war einfach zu schön, um ihn nicht festzuhalten.

Am dritten Tag stand Amsterdam auf dem Programm. Nach einer weiteren Grachtenrundfahrt besuchten wir das Rijksmuseum und das Anne-Frank-Haus.

Am späten Nachmittag, auf dem Schiff angekommen, erklärten uns die Skipper die wichtigsten Regeln. Am nächsten Tag wurden erstmals die Kochgruppen aktiv und wir konnten unsere ersten Segelerfahrungen sammeln. Am Abend brachte eine Matrosin Feuerholz für ein Lagerfeuer mit. Während einige gemütlich ihre Instrumente spielten und für eine entspannte Stimmung sorgten, lieferten sich die anderen – natürlich – wieder spannende Volleyballmatches.

Der fünfte Tag brachte ein ganz besonderes Erlebnis mit sich: Unser Schiff wurde trockengelegt. So konnten wir die Auswirkungen von Ebbe und Flut aus nächster Nähe erleben und sogar auf dem Meeresboden spazieren. Zwischendurch durfte Volleyball selbstverständlich nicht fehlen, und auch die Hunde des Schiffs wurden schnell zu unseren vierbeinigen Spielkameraden. Am Abend legten wir wieder im Hafen von Terschelling an.

Am Mittwoch stand die legendäre Fahrradtour auf dem Programm. Eigentlich sollte es nur eine gemütliche zehnminütige Fahrt zum Strand werden. Tatsächlich fuhren wir jedoch in die genau entgegengesetzte Richtung – einmal rund um die gesamte Insel. Nach etwa viereinhalb Stunden erreichten wir schließlich doch noch den Strand. Dort wehte der Wind allerdings so stark, dass an Volleyball nicht zu denken war. Immerhin gab es diesmal keine Quallen. Den Abend ließen wir entspannt bei einem Spaziergang durch die Stadt ausklingen.

Am siebten Tag zeigte uns die Nordsee noch einmal, was sie konnte. Während unserer Segelfahrt gerieten wir in einen ordentlichen Sturm. Spätestens danach waren die Reisetabletten restlos aufgebraucht. Am Abend stand außerdem das große Spiel Österreichs auf dem Programm. Die Profs hatten extra eine Bar gefunden, die das Spiel übertrug. Auch wenn Österreich leider verlor, hatten wir trotzdem jede Menge Spaß – und darüber konnten wir am Ende sogar lachen.

Am Freitag hieß es schließlich Abschied nehmen. Nach einer letzten langen Busfahrt kamen wir am Abend wieder zu Hause an, wo wir von unseren Familien und Freunden herzlich empfangen wurden.

Rückblickend war die Hollandwoche eine unvergessliche Mischung aus Quallen, Wind, Sturm, Segeln, langen Fahrradtouren, Lagerfeuer und vor allem unzähligen Volleyballspielen. Langweilig wurde es jedenfalls keine einzige Minute.