Legasthenie und Dyskalkulie – ein Beitrag von Ursula Faigle

Legasthenie und Dyskalkulie

Zum großen Glück für die Betroffenen wird Legasthenie bzw. Dyskalkulie immer häufiger zum Thema und nicht mehr totgeschwiegen oder gar ignoriert. Man muss inzwischen einfach anerkennen, dass es sich hierbei nicht um ein Versagen der Schüler, sonder vielmehr um eine Schwäche handelt, mit der man auch in einer höheren Schule sehr wohl bestehen kann, die in gewissem Maße aber auch durch Training gemildert werden kann. Wenn alle Betroffenen, also Schüler, Eltern und Lehrpersonen, an einem Strang ziehen, so ist es absolut möglich, dass Schüler mit einer dieser Teilleistungsschwächen dennoch erfolgreiche Gymnasiasten sein können.

Üblicherweise werden Teilleistungsschwächen schon in der Volksschule offensichtlich und entsprechende Maßnahmen ergriffen. Doch gerade bei sehr intelligenten Kindern kann es vorkommen, dass ihre Teilleistungsschwäche erst in einer höheren Schule offensichtlich wird.

Es ist dem Elternverein des BG Blumenstraße daher sehr wichtig auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Wir möchten diese Informationen als Hilfe sowohl für Schüler als auch für Eltern sowie für alle Lehrpersonen anbieten.

Sehr empfehlenswert ist die äußerst informative Homepage der raquo.gifLEGA Vorarlberg (Verein zur Förderung von Menschen mit Teilleistungsschwächen). Hier sind unter anderem Grundinformationen zu Legasthenie/Dyskalkulie, Adressen von Beratungsstellen, Legasthenietrainern, Selbsthilfegruppen sowie Tipps und Übungshinweise zum Lernen für Eltern und Lehrpersonen als auch der Erlass des Landesschulrates für Vorarlberg zum Umgang mit Teilleistungsschwächen enthalten.


… Häufig werden legasthene Kinder beschuldigt, einfach faul zu sein, manchmal wird die Schuld bei Eltern oder Lehrern gesucht. Um einen sinnvollen Umgang mit diesem Problem zu finden, ist es aber notwendig, sich darüber klar zu sein, dass niemand schuld ist. Lese-Rechtschreib-Rechen-Schwäche tritt unabhängig von der Intelligenz in allen sozialen Schichten auf. Sie ist meist auch nicht auf falschen Unterricht oder zu geringe häusliche Förderung zurückzuführen. Entscheidend ist, dass sie frühzeitig erkannt wird und dass die richtigen Maßnahmen ergriffen werden: Dann kann man sie wesentlich mildern oder auch ganz zum Abklingen bringen.

… Um Kindern mit Lese-Rechtschreib-Rechen-Schwäche zu helfen, muss man ihnen zunächst die Gewissheit geben, dass sie an ihrem Problem nicht selbst schuld sind, dass es sich weder um Schlamperei noch Faulheit noch Dummheit, sondern um eine spezielle Schwäche handelt und dass man dagegen etwas tun kann. Sie müssen wissen, dass es sich NICHT um einen Intelligenzmangel handelt.

… Wichtig ist ständige Ermunterung: Auch kleine Verbesserungen sind Anlass zu großem Lob!_ (Zitate: Dr. Eva Adler und Mag. Maria Götzinger-Hiebner, Informationen zur Legasthenie, Österreichischer Bundesverband Legasthenie _ ÖBVL)

Siehe auch raquo.gifwww.legasthenie.org